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Die Suche in H Soz U Kult ergab leider keine passenden Rechercheergebnisse. Gefunden wurden nur sehr ungefähre in die Richtung meines Thema deutende Aufsätze.

H Net konnte mir leider auch nicht helfen, den schon sehr reichhaltigen Fundus an Literatur zu meinem Thema zu erweitern.

GOOGLE

Salzburg Emigrationspatent

Salzburgwiki, Wikipedia, gastein-im-bild.info, historisches-franken.de, enzyklo.de

Matthäus Lang von Wellenburg

Wikipedia, Salzburgwiki, salzburgcoins.at, salzburg-rundgang.at, deutsche-biographie.de, salzburgmuseum.at, catholic-hierarchy.org

Wolf Dietrich von Raitenau

Salzburgwiki, Wikipedia, aeiou.at und desiderius.at liefern Informationen zu seiner Person.

Markus Sittikus von Hohenems

Markus Sittikus auf Wikipedia und Salzburgwiki.

Salzburg Bauernaufstand

Salzburgwiki, aeiou.at, Wikipedia (Artikel über Matthäus Lang)

Martin Lodinger

2x gastein-im-bild.info: Info zur Person und die Ereignisse dieser Zeit. Als Quelle wurde ein von mir bereits konsultiertes Buch vom Gasteiner Pfarrer Ekkehart Lebouton benutzt.

Salzburger Landesordnung 1526

Wikipedia (Artikel über Michael Gaismair), Google Books sowie eine PDF-Datei „Quellenkunde der Habsburgermonarchie“, worin auf ein mir bereits bekanntes Buch zu jener Landesordnung verwiesen wird.

Salzburg Reformation

Wikipedia sowie Salzburgwiki über Franz Ortner

Salzburg Gegenreformation

Forum oö geschichte: Katholische Reform – Gegenreformation., Salzburgwiki, Die Gegenreformatoren auf mein.salzburg.com, Gegenreformation auf aeiou.at und Salzburger Exulanten auf Wikipedia.

 

FACHSPEZIFISCHE DATENBANKEN

Suche anhand der in Google recherchierten Schlagwörter, Ergebnisse der ÖHB:

1997/ 2938: Sallaberger, Johann: Kardinal Matthäus Lang von Wellenburg (1468-1540). Staatsmann und Kirchenfürst im Zeitalter von Renaissance, Reformation und Bauernkriegen. 1997

1945-64/ 9923: Keplinger, Wilfried: Die religiösen und politischen Schriften des Erzbischofs Wolf Dietrich von Salzburg (1587-1612). 1948

1945-64/ 9924: Keplinger, Wilfried: Eine unveröffentlichte Chronik über die Regierung Erzbischof Wolf Dietrichs. 1955

2005/ 3100: Weikl, Dietmar: Die Trostschriften Martin Lodingers. 2005

1981/ 1877: Ortner, Franz: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation im Erzstift Salzburg. 1981

1984/ 2037: Zaisberger, Friederike: Der Salzburger Bauer und die Reformation. 1984

1993/ 3031: Dopsch, Heinz: Lateinischer Krieg, Reformation und Bauernkrieg. Stadt und Land Salzburg zur Zeit des Paracelsus. 1993

1988/ 2212: Ortner, Franz: Reformation und Gegenreformation. 1988

Die Recherche verlief Teils erwartungsgemäß, Teils überraschend. In Google fand ich das auf der site salzburg.com befindliche Salzburgwiki, das zur Geschichte des ehemaligen Fürsterzbistums viel Information im Wiki-typischen Stil aufbereitet bietet und sich auch mit der in Wikipedia enthaltenen Information weitestgehend deckt, darüber hinaus aber spezifischere, Salzburg-orientiertere Themen behandelt. Ansonsten finden sich sites wie z.B. aeiou.at oder gastein-im-bild.info, die Einstiegsinformationen im Kurzformat bieten. Die bedeutendste Bereicherung aus dieser Recherche ist jedoch das „Salzburgwiki“.

Die Recherche in Datenbanken betreffend leistete die ÖHB die besten Dienste. Die aufgelisteten Bücher behandeln im größeren Kontext die von mir zu erforschende Thematik und waren mir bis auf die Werke von Franz Ortner bislang nicht bekannt. Demnach lieferte diese Recherche nach Büchern weitaus nützlichere Ergebnisse und zeigt, dass die von mir gewählte Thematik noch keinen nennenswerten Einzug ins Internet gehalten hat.

Schlagworte für die Suche in Historical Abstracts:

Reformation Salzburg

Gegenreformation Salzburg

Matthäus Lang von Wellenburg

Wolf Dietrich von Raitenau

Schladming Reformation

Radstadt Reformation

Gastein Reformation

Salzburg Migration

Relevante Treffer lieferte der erste Such – Durchgang unter „Reformation Salzburg“. Dabei wurde ich auf einen Aufsatz aufmerksam, der in der Tat von Bedeutung sein könnte und sich auch im Bestand der UB Wien im Bereich der Theologie findet:

Die Geschichte der Evangelischen in Südostmitteleuropa: Im Schatten der Bauernkriege, die Frühzeit der Reformation; im Jahrbuch der Geschichte des Protestantismus in Österreich, BARTON Peter F.

Die Wikipedia und das Zitieren

Um sofort auf den Punkt zu kommen: Ja, Wikipedia darf meiner Meinung nach im Hochschulbereich gebraucht und mitunter auch zitiert werden, jedoch wie bei so vielem, unter Vorbehalten.

An oberster Stelle steht das wissenschaftliche Arbeiten, dessen Normen und Richtlinien  im Hochschulbetrieb zweifelsohne zu lernen und umzusetzen sind, denn ohne passendes Handwerkszeug gibt es im entsprechenden Beruf kein Weiterkommen. Die Frage ist nun, inwieweit Wikipedia als positive Bereicherung dieses Handwerkszeugs angesehen wird oder ob es strikt davon getrennt wird.

Eine strikte Trennung, ein schlichtes „Ja“ oder „Nein“ fördert den Diskurs meiner Meinung nach nicht ausreichend. Hilfreich dagegen wäre es, die Grenzen etwas verschwimmen zu lassen, und somit der Wikipedia den Einzug in die Hochschulen und den wissenschaftlichen Betrieb zu gewähren, sie allerdings zur Gänze den wissenschaftlichen Arbeitstechniken unterzuordnen. Fast müsste man ihr eine Sonderstellung einräumen, denn mit der Wikipedia ist auf keinen Fall genau so wie mit gedruckten und gebundenen Nachschlagewerken, seien es Lexika, Monographien, Abstracts und dergleichen mehr, umzugehen.

Lehrende auf Hochschulen, die ihren Studenten den Gebrauch der Wikipedia gestatten, sollten bei diesen den reflektierenden Umgang mit der Web 2.0 Ressource „Wikipedia“ genauso schärfen wie es bei den traditionellen Nachschlagewerken in den Wissenschaften der Fall ist. Zumindest hat sich meiner Erfahrung nach jeder Lehrende bis jetzt die Zeit genommen, die Unterschiede zwischen Monographien und Aufsätzen in Zeitschriften, sowie den generellen Umgang mit Zeitschriften und den darin enthaltenen Aufsätzen zu thematisieren. Diese Zeit sollte man sich auch für eine prägnante Einführung in das Wesen der Wikipedia nehmen.  So kann für den einzelnen Lehrenden sichergestellt werden, dass die Studenten um die wesentlichen Tools, Kontroversen, Schwachstellen und Funktionen dieses neuen Mediums informiert sind. Denn im momentanen Stadium des Diskurses hat der einzelne Lehrende mit Sicherheit den größten Einfluss auf seine Studenten, da ein breiter Konsens in der Wissenschaft noch nicht absehbar ist.

An womöglich relevanten Datenbanken wurden gefunden:

Historical Abstracts

Historische Bibliographie online

Geschichte im Internet

Martin Luther – Gesammelte Werke

Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart

Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienen Drucke des 16. u. 17. Jahrhunderts

Leider sind die wenigsten davon frei zugänglich, interessant könnten vor allem die letzten beiden Datenbanken sein, wobei nur die letzte freien Zugang anbietet.

„Martin Lodinger“

„Wolf Dietrich von Raitenau“

„Matthäus Lang von Wellenburg“

„Salzburg Reformation“

Das sind die für mein Thema relevanten Suchbegriffe; vor allem unter den letzten beiden fand ich Werke, die mir noch unbekannt waren und die sich für die weitere Recherche als bedeutend erweisen könnten. Abhandlungen eigens zum von mir gewählten Thema sind keine zu finden. Das Ziel ist daher, aus der besser aufgearbeiteten Umgebung um mein Forschungsgebiet relevante Einzelheiten zu diesem herauszusuchen. In dieser Hinsicht können mir die im ÖBV-Katalog erschienenen Treffer durchaus dienlich sein.

Die Präsenz meines Themas in den Freihandaufstellungen der FB Geschichtswissenschaften sowie der UB lässt leider zu wünschen übrig. In meiner Recherchearbeit wirklich weitergebracht hat mich das im Internet zugängliche Universallexicon aller Wissenschaften von Johann Heinrich Zedler aus dem 18. Jahrhundert. Darin ist ein ausführlicher Artikel zum Erzbistum Salzburg allgemein, der mich zu zwei Personen weiterführt: zum Salzburger Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (~1580-1611) und zum ersten bekannten Salzburger Exulanten, Martin Lodinger aus Hofgastein. Die beiden Personen haben nicht direkt miteinander zu tun, Martin Lodinger war zur Zeit Wolf Dietrichs schon im bayerischen Exil verstorben. Im Zedler findet sich jedoch der Hinweis, dass Lodinger in seinem Exil bis zu seinem Tode zwei so genannte „Trostschriften“ an seine verfolgten Glaubensbrüder in die Salzburger Heimat schickte.

Diese Trostschriften sind glücklicherweise als Fotokopien der Originale und als überarbeitete, moderne Fassung in der Freihandaufstellung der FB Katholische und Evangelische Theologie vorhanden, zudem noch ein Buch von Max Vorberg „Der Lutherhof in Gastein“, in dem ein detaillierterer Einblick in Lodingers weithin unerforschtes Leben versucht wird.

Auch die UB Wien kann mit einigen Ergebnissen aufwarten. Der evangelische Pfarrer Ekkehart Lebouton widmet sich im Buch „Die Lutherischen in der Gastein“ eingehend der Salzburger Reformation und Gegenreformation, so auch Gerhard Florey im Buch „Bischöfe, Ketzer und Emigranten“. Beide Bücher habe ich bereits aus der UB Wien abgeholt und die für mein Thema relevanten Kapitel gelesen. Lodingers Trostschriften bieten leider wenig Essentielles dafür, da dies ausschließlich theologischer Bedeutung ist, über Migration und die Situation in Salzburg keine Information enthält.

Interessant könnten noch die Werke des neuzeitlichen Hamburger Historikers Bernhard Raupach sein, der mehrere Abhandlungen über die Reformation und die Gegenreformation in Österreich und Salzburg verfasste.

Bei Infonet ergab die Suche nach „Salzburg“ sowie mit den Stichworten „Gegenreformation“ und „Erzbistum“ keine Treffer. Erst durch das Thema „Bergbau“ kamen fünf Museen wie z.B. das Bergbaumuseum und Schaubergwerk Leogang. Unter „Salzburg“ und „Orden Geistliche“ erscheint z.B. die Erzabtei St. Peter in Salzburg (Stadt), als Archiv und Bibliothek. Bei dem Thema „Universitätsgeschichte“ in Verbindung mit Salzburg erscheint die dortige Universitätsbibliothek.

Kombinationen mit Schladming, Vertreibung, Gegenreformation und Erzbistum haben leider keine Treffer.

Bei Clio-online erscheint zum Thema Salzburg ebenfalls das Archiv der Erzabtei St. Peter. Schladming hat keine Treffer, so auch Vertreibung und Gegenreformation. Unter „Bergbau“ erscheint ein Bergbauarchiv in Bochum.

Als Thema dieses Blogs ist meine Entscheidung auf den Aspekt der Gegenreformation speziell in den Salzburger Bergbauzentren im 16. und 17. Jahrhundert gefallen. Ausschlaggebend war der Umstand, dass ich dieses Thema in einem weiteren Kurs behandle und so die online-Recherche dieser Lehrveranstaltung als Möglichkeit sehe, auf weitere wesentliche Informationen zu stoßen. Zudem ist die Religionsspaltung und die als Reaktion darauf eingeleitete Gegenreformation im damaligen Gebiet der Habsburgerherrschaft besonders aber im Erzbistum Salzburg ein für mich sehr wesentlicher und beachtenswerter Aspekt der Geschichte.

Die Tatsache, dass wirtschaftlich boomende Zentren wie beispielsweise die Bergbaustadt Schladming in der heutigen Steiermark von Landesfürsten sowie, auf das Erzbistum bezogen, Erzbischöfen auf brutalste Art und Weise bekämpft wurden, deren mehrheitlich protestantische Bewohner illegalisiert und am Beispiel Schladming dieser ökonomisch bedeutenden Stadt letztendlich das Stadtrecht entzogen wurde, lässt einen erstaunen.

Vielleicht liefert die Recherche im Web 2.0 etwas Klarheit zu den Fragen, wie gegen diese wirtschaftlich starken Regionen vorgegangen wurde und ob die Motive sogar noch etwas näher geklärt werden könnten; wohin die Bevölkerung mehrheitlich zwangsemigriert ist, und, als wesentlicher Punkt, ob diese schon seit der Bronzezeit existierende, wirtschaftlich reiche Region dadurch ihre Blütezeit als beendet sah.

Die Nutzung von Weblogs in der Wissenschaft ist nach wie vor ein viel diskutiertes Thema. Auf der einen Seite wird die Forderung laut, als guter Wissenschafter zu bloggen, auf der anderen Seite steht man dem Web 2.0 äußerst skeptisch bis distanziert gegenüber.

Vertreter des ersteren Standpunkt verlangen dem bloggen, so erstaunlich es zuerst auch wirken mag, keinen besonderen wissenschaftlichen Anspruch ab. Einem Hardliner dieser Position wie Klaus Graf geht es in erster Linie um den Schutz bedrohten Kulturguts, um die Möglichkeit, Wissen chronikalisch festzuhalten. Er propagiert freie Inhalte und Benutzerfreundlichkeit.

Es ist auch meine Ansicht, dass Weblogs eine neuartige Debattenkultur fördern, abseits des durchaus abgedroschenen (aber freilich essentiellen) wissenschaftlichen Diskurs; es geht hierbei quasi um das Angebot, ungezwungener, und wenn man es so nennen will, „freizeitlicher“ zu diskutieren. Erst in einem Umfeld solcher Art fällt es vielen Menschen leichter, „charakteristischer“, sprich direkter und deutlicher ihre Meinung zu artikulieren.

Es muss jedoch jedem Blogger und jedem Blogleser klar sein, wie er mit Inhalten im Web zu verfahren hat. Die fundierte wissenschaftliche Arbeitsweise, deren Quintessenz unter anderem auch aus kritischer Betrachtung von Quellen besteht, darf hier nicht über Bord geworfen werden, das Internet als „abenteuerlicher Raum“ setzt einen gewissenhaften Umgang mithilfe des eigenen Verstands und Wissens voraus.

Abschließend sei zu erwähnen, dass Blogs in der Wissenschaft dem beherzten Wissenschafter sicher die Möglichkeit bieten, seiner Leidenschaft ungezwungener und freier nachzugehen und darüber zu debattieren. Dieser neue Aspekt sollte auf jeden Fall beachtet und respektiert werden.

Meine bisherigen Recherchen für Lehrveranstaltungen beschränken sich auf Bücher; hierfür brauche ich das Web nur zum bestellen via Amazon, wenn mich Themen interessieren und ich mich anhand von Büchern weiterinformieren / vertiefen möchte. Weiters nutze ich noch die Wikipedia, allerdings nicht für universitäre / wissenschaftliche Zwecke, sondern zum schnellen Nachschlagen von Begriffen, die einem im Alltag neu begegnen.